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Medizinstudium – Medizin studieren

Wer in Deutschland Ärztin oder Arzt werden will, studiert Humanmedizin an einer Universität und schließt mit dem Staatsexamen ab. Das Studium ist bundesweit durch die Approbationsordnung für Ärzte (ÄApprO) geregelt. Es dauert in der Regel sechs Jahre und drei Monate und endet mit der Approbation, der staatlichen Erlaubnis, als Ärztin oder Arzt zu arbeiten. Die wichtigste Information zum Medizinstudium vorab: Studienplätze sind knapp, deshalb solltest du das Zulassungsverfahren früh kennen.

Was lernst du im Medizinstudium?

Im Studium der Medizin lernst du, wie der gesunde Körper aufgebaut ist und funktioniert. Danach geht es darum, wie Krankheiten entstehen und wie man sie erkennt, behandelt und ihnen vorbeugt. Die Inhalte bauen aufeinander auf: zuerst die Grundlagen, dann die klinischen Fächer, zum Schluss die Praxis im Krankenhaus.

Vorklinik: naturwissenschaftliche und medizinische Grundlagen

In den ersten vier Semestern stehen Physik, Chemie und Biologie für Medizinerinnen und Mediziner auf dem Plan. Dazu kommen die drei großen Grundlagenfächer Anatomie, Physiologie und Biochemie. In der Anatomie lernst du den Aufbau des Körpers, unter anderem im Präparierkurs. Die Physiologie erklärt, wie Organe und Zellen arbeiten, die Biochemie die Stoffwechselvorgänge. Außerdem gehören medizinische Psychologie und medizinische Soziologie zur Vorklinik. Dort geht es darum, wie Menschen Krankheit erleben und wie ein Gespräch zwischen Ärztin und Patient gelingt.

Klinik: Krankheitslehre, Diagnostik und Therapie

Im klinischen Abschnitt lernst du die großen Fachgebiete kennen. Dazu gehören Innere Medizin, Chirurgie, Kinderheilkunde, Frauenheilkunde, Neurologie, Psychiatrie und Allgemeinmedizin, außerdem Querschnittsbereiche wie Notfallmedizin. Neben Vorlesungen gibt es Seminare, Praktika und Unterricht am Krankenbett. Dort übst du, Patientinnen und Patienten zu befragen und zu untersuchen, Befunde zu deuten und eine Behandlung zu planen.

Praktisches Jahr (PJ): ärztliche Arbeit unter Anleitung

Das Praktische Jahr ist der letzte Studienabschnitt. Du arbeitest in einem Universitätsklinikum oder einem Lehrkrankenhaus auf Station mit. Du nimmst Patientinnen und Patienten auf, untersuchst sie, stellst Fälle vor und begleitest Visiten und Eingriffe. Dabei bist du weiterhin Studentin oder Student und arbeitest unter Anleitung und Aufsicht von Ärztinnen und Ärzten. Das PJ besteht aus drei Tertialen: Innere Medizin, Chirurgie sowie Allgemeinmedizin oder ein anderes klinisches Wahlfach. Im Wahltertial kannst du ein Fachgebiet kennenlernen, das dich für die spätere Weiterbildung interessiert.

Medizinstudium
Bild: mit KI erstellt (Symbolbild)

Voraussetzungen für das Medizinstudium

Formal brauchst du eine Hochschulzugangsberechtigung, meist das Abitur. Auch beruflich Qualifizierte können unter bestimmten Bedingungen Medizin studieren, etwa mit einer abgeschlossenen Ausbildung in einem Gesundheitsberuf und Berufserfahrung. Die genauen Regeln legt jedes Bundesland fest. Eine Altersgrenze gibt es nicht, die meisten beginnen aber direkt oder kurz nach dem Abitur.

Gute Kenntnisse in Biologie, Chemie und Physik helfen dir, weil diese Fächer in der Vorklinik geprüft werden. Bestimmte Leistungskurse sind aber nicht vorgeschrieben. Genauso wichtig sind persönliche Voraussetzungen: Ausdauer für viel Lernstoff und viele Prüfungen, Belastbarkeit für den späteren Schichtdienst und Interesse an Menschen. Als Ärztin oder Arzt sprichst du jeden Tag mit Patientinnen, Patienten und Angehörigen.

Außerdem schreibt die Approbationsordnung praktische Nachweise vor, die du im Studium erbringst. Dazu gehören eine Ausbildung in Erster Hilfe, ein dreimonatiger Krankenpflegedienst (Pflegepraktikum) bis zum Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung und eine viermonatige Famulatur in den vorlesungsfreien Zeiten des klinischen Abschnitts. Das Pflegepraktikum kannst du schon vor Studienbeginn machen, viele nutzen dafür die Zeit nach dem Abitur.

Voraussetzung Was das bedeutet
Hochschulzugangsberechtigung Abitur oder gleichwertige Qualifikation
Naturwissenschaften Biologie, Chemie und Physik sind Prüfungsstoff der Vorklinik
Erste Hilfe und Pflegepraktikum Pflicht nach ÄApprO, Pflegepraktikum drei Monate
Ausdauer und Belastbarkeit Sechs Jahre Studium mit drei Abschnitten der Ärztlichen Prüfung
Interesse an Menschen Täglicher Kontakt mit Patientinnen und Patienten

Zulassungsverfahren zum Medizinstudium

Für Humanmedizin gibt es eine bundesweite Zulassungsbeschränkung, weil sich deutlich mehr Menschen bewerben, als es Studienplätze gibt. Für die staatlichen Universitäten bewirbst du dich deshalb nicht direkt an der Hochschule, sondern über die Stiftung für Hochschulzulassung und ihr Portal hochschulstart.de. Dort gibst du deine Wunschorte in einer Rangfolge an. Die Bewerbungsfristen veröffentlicht hochschulstart.de für jedes Semester, der Stand kann sich ändern.

Wie werden die Studienplätze vergeben?

Ein Teil der Plätze wird vorab vergeben, zum Beispiel für Härtefälle, für ein Zweitstudium, an Bewerberinnen und Bewerber aus Nicht-EU-Staaten oder über die Landarztquoten einiger Bundesländer. Die übrigen Plätze verteilen sich nach dem Staatsvertrag über die Hochschulzulassung auf drei Hauptquoten:

  • Abiturbestenquote (30 Prozent): Hier zählt allein die Abiturnote, verglichen mit anderen Bewerberinnen und Bewerbern aus deinem Bundesland.
  • Zusätzliche Eignungsquote (10 Prozent): Die Abiturnote zählt hier nicht; die Hochschulen werten etwa Testergebnisse oder eine abgeschlossene Ausbildung aus.
  • Auswahlverfahren der Hochschulen (60 Prozent): Die Universitäten kombinieren die Abiturnote mit weiteren Kriterien, etwa einem Studierfähigkeitstest wie dem TMS, einer Berufsausbildung oder einem Freiwilligendienst.

Wartesemester spielen keine Rolle mehr. Die Wartezeitquote ist nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2017 weggefallen. Welche Kriterien eine Universität im eigenen Auswahlverfahren nutzt, legt sie selbst fest. Prüfe das für jeden Wunschort, bevor du dich bewirbst. Über einen Härtefallantrag kannst du einen Platz unabhängig von der Note bekommen, wenn schwerwiegende gesundheitliche, familiäre oder soziale Gründe vorliegen. Die Anforderungen an die Nachweise sind streng. Private Hochschulen sind nicht an hochschulstart.de angeschlossen und wählen ihre Studierenden in eigenen Verfahren aus.

Wie lange dauert das Medizinstudium?

Wer Medizin studieren will, sollte die Dauer realistisch einplanen. Die Regelstudienzeit im Medizinstudium beträgt laut ÄApprO sechs Jahre und drei Monate. Die drei Monate am Ende sind die Prüfungszeit für den letzten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung. Das Studium gliedert sich in drei Abschnitte, an deren Ende jeweils ein Teil des Staatsexamens steht:

  1. Vorklinik (zwei Jahre, vier Semester): Abschluss mit dem Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung, umgangssprachlich Physikum oder M1, schriftlich und mündlich-praktisch.
  2. Klinischer Abschnitt (drei Jahre, sechs Semester): Abschluss mit dem Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M2). Diese schriftliche Prüfung stellt das Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) bundesweit.
  3. Praktisches Jahr (48 Wochen): drei Tertiale zu je 16 Wochen, danach der Dritte Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M3), eine mündlich-praktische Prüfung.

Nach bestandenem M3 beantragst du die Approbation bei der zuständigen Landesbehörde. Erst mit ihr darfst du als Ärztin oder Arzt arbeiten.

In gut sechs Jahren vom Studienstart zur ApprobationIn gut sechs Jahren vom Studienstartzur ApprobationJahr 1–2VorklinikGrundlagenfächer, Abschluss mit Physikum(M1)Jahr 3–5Klinischer AbschnittFachgebiete und Famulatur, Abschluss mit M2Jahr 6Praktisches Jahr48 Wochen in drei Tertialennach 6 J. 3 M.M3 und ApprobationMündlich-praktische Prüfung, dann AntragQuelle: Approbationsordnung für Ärzte (ÄApprO)
Das Medizinstudium führt über drei Abschnitte der Ärztlichen Prüfung zur Approbation.

Einige Universitäten bieten Modellstudiengänge an. Dort sind Grundlagen und klinische Fächer stärker verzahnt, das Physikum wird durch gleichwertige Prüfungen der Universität ersetzt. M2, M3 und das Praktische Jahr gibt es auch dort. Welche Fassung der Approbationsordnung und welche Studienform für deinen Studienbeginn gelten, erfährst du bei der Universität und bei der Bundesärztekammer.

Wenn das Studium länger dauert

Die Regelstudienzeit ist der Plan, keine Garantie. Wer eine Prüfung wiederholen muss, ein Auslandssemester einlegt, für eine Doktorarbeit pausiert oder viel nebenher jobbt, braucht oft ein oder zwei Semester mehr. Jeder Abschnitt der Ärztlichen Prüfung darf nach der ÄApprO zweimal wiederholt werden. Plane deshalb Puffer ein, auch finanziell.

Dauer von Zahnmedizin und Tiermedizin

Zahnmedizin und Tiermedizin sind eigene Studiengänge mit eigenen Approbationsordnungen. Das Studium der Zahnmedizin umfasst mindestens zehn Semester, dazu kommt die Zeit für die Prüfungen; die genaue Regelstudienzeit nennt die Universität. Es gliedert sich ebenfalls in einen vorklinischen und einen klinischen Teil, ein Praktisches Jahr wie in der Humanmedizin gibt es nicht. Tiermedizin hat eine Regelstudienzeit von fünf Jahren und sechs Monaten. Neben den Lehrveranstaltungen gehören dort Praktika etwa in einer Tierarztpraxis, in der Lebensmittelüberwachung und im Schlachthof dazu.

Medizin studieren: Kosten und Finanzierung

An staatlichen Universitäten zahlst du für ein Erststudium in Deutschland in der Regel keine Studiengebühren. Jedes Semester fällt aber der Semesterbeitrag an, der unter anderem das Studierendenwerk finanziert und oft ein Semesterticket enthält. Die aktuelle Höhe nennt die Hochschule. In einzelnen Bundesländern können für ein Zweitstudium oder für Studierende aus Nicht-EU-Staaten Gebühren anfallen. Private Hochschulen erheben Studiengebühren; die Höhe erfährst du bei der Hochschule, der Stand kann sich ändern.

Der größte Posten sind die Lebenshaltungskosten: Miete, Essen, Fahrten und Versicherungen. Sie unterscheiden sich stark von Stadt zu Stadt, deshalb lohnt sich ein Blick auf die Mieten am Wunschort. Hinzu kommen Ausgaben für Fachbücher, Kittel und Stethoskop. Lehrbücher kannst du in der Universitätsbibliothek ausleihen oder gebraucht kaufen, viele Bibliotheken bieten zusätzlich elektronische Lehrbücher an.

Weil das Studium lang ist und wenig Zeit für Nebenjobs lässt, solltest du die Finanzierung früh planen. Infrage kommen BAföG, Unterhalt der Eltern, Stipendien und, mit Vorsicht, Studienkredite. Im Praktischen Jahr zahlen viele Kliniken eine Aufwandsentschädigung; ob und in welcher Höhe, legt das Krankenhaus fest.

Facharztweiterbildung nach dem Medizinstudium

Mit der Approbation bist du Ärztin oder Arzt, aber noch nicht Fachärztin oder Facharzt. Die meisten schließen deshalb eine Weiterbildung an. Dafür arbeitest du als Assistenzärztin oder Assistenzarzt mit Arbeitsvertrag und Gehalt in einem Krankenhaus oder einer zur Weiterbildung befugten Praxis. Du durchläufst vorgeschriebene Bereiche und dokumentierst, welche Untersuchungen und Eingriffe du durchgeführt hast. Am Ende steht eine Prüfung vor der Landesärztekammer.

Wie lange die Weiterbildung dauert, regelt die Weiterbildungsordnung der jeweiligen Landesärztekammer, die sich an der Musterweiterbildungsordnung der Bundesärztekammer orientiert. In den meisten Gebieten sind fünf oder sechs Jahre vorgesehen. Wer Chirurgin oder Chirurg werden will, kommt auf das Medizinstudium plus sechs Jahre Weiterbildung, etwa in Allgemeinchirurgie oder Orthopädie und Unfallchirurgie. Für Medizinstudium und Chirurgie-Facharzt zusammen liegt die Dauer damit bei gut zwölf Jahren.

Fachgebiet Mindestdauer der Weiterbildung
Allgemeinmedizin 60 Monate (5 Jahre)
Innere Medizin 60 Monate (5 Jahre)
Innere Medizin mit Schwerpunkt, z. B. Kardiologie 72 Monate (6 Jahre)
Chirurgie, z. B. Allgemeinchirurgie 72 Monate (6 Jahre)
Kinder- und Jugendmedizin 60 Monate (5 Jahre)

Die Zeiten sind Mindestzeiten, in Teilzeit dauert die Weiterbildung entsprechend länger. Mit dem Facharzttitel kannst du im Krankenhaus bleiben und Oberärztin oder Oberarzt werden, dich mit einer eigenen Praxis niederlassen, angestellt in einer Praxis arbeiten oder in Forschung und Lehre gehen.

Facharztweiterbildung
Bild: mit KI erstellt (Symbolbild)

Alternative Berufe zum Medizinstudium

Nicht alle bekommen sofort einen Studienplatz, und nicht alle wollen sechs Jahre studieren. Es gibt Berufe im Gesundheitswesen, in denen du eng mit Ärztinnen und Ärzten zusammenarbeitest. Sie sind eine echte Alternative oder ein Zwischenschritt, denn eine abgeschlossene Ausbildung kann im Auswahlverfahren mancher Universitäten zählen.

Pflege

Die frühere Kranken- und Altenpflege ist seit 2020 in der Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann zusammengeführt. Sie dauert in Vollzeit drei Jahre und ist im Pflegeberufegesetz geregelt. Pflegefachleute versorgen Patientinnen und Patienten, beobachten ihren Zustand, führen ärztlich angeordnete Maßnahmen wie Injektionen oder Verbandswechsel durch und beraten Angehörige. Mehr zur Ausbildung in der Altenpflege findest du in einem eigenen Beitrag.

Medizinische Technologie

Die früheren medizinisch-technischen Assistenzberufe heißen seit 2023 Medizinische Technologin oder Medizinischer Technologe, zum Beispiel für Radiologie oder für Laboratoriumsanalytik. Sie fertigen Röntgen-, CT- und MRT-Aufnahmen an, untersuchen Blut- und Gewebeproben im Labor oder messen Herz- und Nervenfunktionen. Die Ausbildung dauert drei Jahre und verlangt technisches Verständnis und genaues Arbeiten.

Rettungsdienst, Forschung und Management

Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter versorgen Menschen im Rettungsdienst, ihre Ausbildung dauert drei Jahre. Wer studieren möchte, findet Studiengänge wie Physician Assistance, Pflegewissenschaft, Gesundheitsmanagement oder Biomedizin. Physician Assistants übernehmen ärztlich delegierte Aufgaben. Im Gesundheitsmanagement verbindest du medizinisches Grundwissen mit Betriebswirtschaft und organisierst zum Beispiel Abläufe im Krankenhaus. Biomedizin oder Biochemie führen in die medizinische Forschung an Universitäten oder in Unternehmen.

Beruf Weg Was du mitbringen solltest
Pflegefachfrau/Pflegefachmann Ausbildung, 3 Jahre Einfühlungsvermögen, Belastbarkeit
Medizinische Technologin/Medizinischer Technologe Ausbildung, 3 Jahre Technisches Verständnis, Genauigkeit
Notfallsanitäterin/Notfallsanitäter Ausbildung, 3 Jahre Ruhe in Stresssituationen
Medizinische Forschung Studium, z. B. Biomedizin Wissenschaftliches Arbeiten, Analysefähigkeit
Gesundheitsmanagement Studium Organisationstalent, betriebswirtschaftliches Verständnis

Auch mit abgeschlossenem Medizinstudium musst du nicht am Krankenbett arbeiten. Ärztinnen und Ärzte sind auch in Gesundheitsämtern, bei Krankenkassen, in der Pharmaindustrie oder in der Forschung tätig.

Universitäten für Medizin in Deutschland

Humanmedizin kannst du an staatlichen Universitäten in fast allen Bundesländern studieren, dazu kommen einige private Hochschulen. Einen vollständigen Überblick gibt der Hochschulkompass. Zu den bekanntesten Standorten zählen die Charité – Universitätsmedizin Berlin als gemeinsame medizinische Fakultät von Freier Universität und Humboldt-Universität, die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg als älteste Universität im heutigen Deutschland und die Ludwig-Maximilians-Universität München. Alle drei sind eng mit großen Universitätskliniken verbunden.

Der bekannte Name ist für dein Studium weniger entscheidend, als oft angenommen wird. Die Approbationsordnung gilt bundesweit, und das M2 stellt für alle das IMPP. Unterschiede gibt es bei der Lehrform (Regel- oder Modellstudiengang), der Gruppengröße, den Auswahlkriterien und den Lebenshaltungskosten. Diese Punkte entscheiden mit, wo du einen Platz bekommst und wo du gut studieren kannst.

Medizinstudium in Ostdeutschland

In Ostdeutschland bieten unter anderem die Universitäten Rostock und Greifswald, die Universität Leipzig, die Technische Universität Dresden, die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und die Friedrich-Schiller-Universität Jena Humanmedizin an, in Berlin außerdem die Charité. Da du über hochschulstart.de mehrere Orte in einer Rangfolge angibst, lohnt es sich, auch Standorte außerhalb der großen Metropolen einzuplanen. Vergleiche dabei die Auswahlkriterien und die Mieten, die zwischen Universitätsstädten stark schwanken.

Medizin studieren in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern kannst du an zwei staatlichen Universitäten mit dem Staatsexamen abschließen: Die Universität Rostock bietet den Studiengang Medizin an, die Universität Greifswald Humanmedizin. Für beide bewirbst du dich über hochschulstart.de. Welche Kriterien sie im eigenen Auswahlverfahren nutzen, steht auf den Seiten der Universitäten. Außerdem hat die private MSH Medical School Hamburg – University of Applied Sciences and Medical University einen Campus in Schwerin. Dort absolvierst du den klinischen Studienabschnitt im Studiengang Humanmedizin, der ebenfalls mit dem Staatsexamen endet; das Studium beginnt in Hamburg. Profile der Standorte findest du unter Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern, Studienmessen in MV in den Terminen für Studienmessen.

Wo du das in MV studieren kannst

Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern

Häufige Fragen

Wie lange dauert es vom Studienbeginn bis zum Facharzt?

Das Studium dauert in der Regel sechs Jahre und drei Monate. Danach folgen je nach Fachgebiet mindestens fünf oder sechs Jahre Weiterbildung. Rechne also mit mindestens elf bis zwölf Jahren, mit Teilzeit oder Verzögerungen auch mehr.

Kann ich ohne Einser-Abitur Medizin studieren?

Ja, das ist möglich. In der zusätzlichen Eignungsquote zählt die Abiturnote gar nicht, im Auswahlverfahren der Hochschulen können ein guter Testwert oder eine Ausbildung eine schwächere Note ausgleichen. Informiere dich früh, welche Tests deine Wunschuniversitäten anerkennen.

Brauche ich einen Doktortitel, um als Ärztin oder Arzt zu arbeiten?

Nein. Für die ärztliche Tätigkeit brauchst du die Approbation, nicht den Titel „Dr. med.“. Die Promotion ist freiwillig und erfordert eine eigene Doktorarbeit, die viele während oder nach dem Studium schreiben.

Lohnt sich eine Pflegeausbildung vor dem Medizinstudium?

Eine abgeschlossene Ausbildung in einem Gesundheitsberuf kann bei manchen Universitäten im Auswahlverfahren Punkte bringen. Eine Ausbildung in der Krankenpflege wird in der Regel auf das vorgeschriebene Pflegepraktikum angerechnet. Sie kostet dich aber drei Jahre, deshalb solltest du sie auch als eigenen Beruf wollen.

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