Bei der Bachelorarbeit dürfen Sie sich helfen lassen – entscheidend ist, wie Sie die Hilfe nutzen. Betreuung, Schreibberatung, Statistik-Coaching, Korrektorat und Lektorat sind zulässig, solange Inhalt, Argumentation und Formulierungen der eingereichten Arbeit von Ihnen stammen. Wer darüber hinaus professionelle Unterstützung sucht, findet sie auf Vermittlungsplattformen wie Meet your Writer: Dort arbeiten akademische Autorinnen und Autoren, die Mustervorlagen erstellen, lektorieren, Plagiats- und KI-Prüfungen übernehmen und im Coaching durch den Schreibprozess begleiten. Eine Mustervorlage zeigt, wie Aufbau, Methodik und wissenschaftlicher Stil zu Ihrem Thema aussehen können – die Prüfungsleistung selbst verfassen Sie.
Dieser Ratgeber zeigt für Studierende in Rostock, Greifswald, Wismar, Stralsund und Neubrandenburg, wo die Grenze verläuft: welche Unterstützung die Prüfungsordnungen zulassen, was vorher mit der Betreuung zu klären ist, was professionelle Anbieter leisten und welche kostenlosen Anlaufstellen die Hochschulen im Land bieten.
Was die Bachelorarbeit prüft – und warum das die Grenze festlegt
Die Abschlussarbeit ist keine Hausarbeit im Großformat, sondern ein Nachweis. Die Rahmenprüfungsordnung der Universität Rostock formuliert es in § 27 so: Die Arbeit soll zeigen, dass Sie innerhalb einer vorgegebenen Frist ein Problem aus Ihrem Fach selbstständig nach wissenschaftlichen Methoden bearbeiten können. Geprüft wird also nicht nur das Ergebnis auf dem Papier, sondern Ihre Fähigkeit, es hervorzubringen. Jede Hilfe, die Ihnen diese Leistung abnimmt, greift den Kern der Prüfung an. Jede Hilfe, die Sie dabei besser macht, ist erwünscht.
Der Umfang ist bundesweit gerahmt: Nach der Musterrechtsverordnung der Kultusministerkonferenz umfasst die Bachelorarbeit 6 bis 12 ECTS-Leistungspunkte, ein Leistungspunkt steht für 25 bis höchstens 30 Arbeitsstunden. Die Universität Greifswald rechnet in ihrer Rahmenprüfungsordnung mit 180 bis 360 Stunden. Das entspricht grob fünf bis neun Wochen Vollzeitarbeit – verteilt auf eine Bearbeitungsfrist, die der jeweilige Studiengang festlegt.
Bei der Abgabe unterschreiben Sie eine Erklärung. In Rostock (§ 12 Absatz 10) wie in Greifswald (§ 30 Absatz 1) versichern Sie schriftlich, die Arbeit selbständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt zu haben. An dieser Erklärung wird später alles gemessen. Was eine Bachelorarbeit formal ausmacht – Aufbau, Schreibphasen, Themenfindung –, erklärt unser Grundlagenbeitrag.
| Regelung | Universität Rostock | Universität Greifswald |
|---|---|---|
| Grundlage | Rahmenprüfungsordnung Bachelor/Master vom 11.11.2022 | Rahmenprüfungsordnung vom 18.03.2021, zuletzt geändert zum 01.04.2026 |
| Bearbeitungsfrist | legt die Ordnung des Studiengangs fest | legt die Fachprüfungsordnung fest; Arbeitsbelastung 180 bis 360 Stunden |
| Verlängerung | auf begründeten Antrag, höchstens zwölf Wochen | bei wichtigem Grund, im Bachelor höchstens drei Wochen |
| Thema zurückgeben | einmal, innerhalb von drei Wochen nach Ausgabe | einmal, im Bachelor innerhalb der ersten 14 Tage |
| Bewertung | zwei Prüfende, Note als Mittelwert | zwei Prüfende |
| Wiederholung | einmal | einmal, nur mit neuem Thema |
| Erklärung bei Abgabe | selbständig verfasst, nur angegebene Quellen und Hilfsmittel | gleichlautende schriftliche Versicherung |
Die Tabelle gibt die Rahmenordnungen wieder. Verbindlich ist immer die Prüfungs- und Studienordnung Ihres Studiengangs; an den Hochschulen in Wismar, Stralsund und Neubrandenburg gelten eigene Ordnungen mit vergleichbarem Aufbau.

Erlaubte Hilfe: von der Betreuung bis zum Lektorat
Die Faustregel lautet: Hilfe darf Ihr Denken und Schreiben verbessern, aber nicht ersetzen. Wer Ihnen sagt, dass ein Kapitel unlogisch aufgebaut ist, hilft. Wer das Kapitel neu schreibt, schreibt Ihre Prüfung.
Betreuung und Kolloquien
Ihre wichtigste Hilfe ist kostenlos und ausdrücklich vorgesehen: Die Abschlussarbeit wird von einer Professorin, einem Professor oder einer anderen prüfungsberechtigten Person betreut. Nutzen Sie die Gespräche für Thema, Fragestellung, Gliederung und Methode – und fragen Sie dort auch, welche Hilfsmittel erlaubt sind. Viele Lehrstühle bieten Kolloquien an, in denen Sie Ihr Exposé vorstellen und Rückmeldung bekommen.
Schreibberatung, Schreibgruppen und Tutorien
Schreibberatungen arbeiten mit Ihnen am Text, nicht für Sie: Sie helfen bei Blockaden, beim roten Faden und bei der Überarbeitung, korrigieren aber nicht Satz für Satz. Schreibgruppen und Tutorinnen und Tutoren geben Struktur und Verbindlichkeit. Wer ständig aufschiebt, findet in unserem Beitrag über Prokrastination im Studium konkrete Gegenmittel.
Methoden- und Statistikberatung
Sich erklären zu lassen, welcher Test zu den Daten passt oder wie ein Interviewleitfaden aufgebaut wird, ist zulässig. Die Auswertung rechnen, interpretieren und beschreiben müssen Sie selbst. Lassen Sie Daten von Dritten aufbereiten, gehört das offen in den Methodenteil – und vorher in ein Gespräch mit der Betreuung.
Korrektorat und Lektorat
Ein Korrektorat beseitigt Fehler in Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung. Das ist unproblematisch, egal ob es die Mitbewohnerin oder ein Dienstleister übernimmt. Ein Lektorat geht weiter und prüft Stil, Verständlichkeit und Aufbau. Heikel wird es, sobald jemand Passagen umschreibt, Argumente ergänzt oder Lücken füllt. Vereinbaren Sie deshalb schriftlich, dass nur sprachlich gearbeitet wird, und lassen Sie sich Änderungen im Korrekturmodus liefern. So entscheiden Sie über jede einzelne Änderung selbst – und können das im Zweifel belegen.

Professionelle Unterstützung: Was Ghostwriting-Plattformen leisten
Akademische Ghostwriting-Agenturen und Vermittlungsplattformen bringen Studierende mit Fachautorinnen und Fachautoren zusammen. Das Angebot reicht von der ausformulierten Mustervorlage über Lektorat, Plagiats- und KI-Prüfung bis zu Statistik-Hilfe und Coaching. Bei Meet your Writer läuft das nach Angaben der Plattform so: Sie wählen eine Autorin oder einen Autor aus dem Katalog, klären Inhalt, Formatierung und Termin in einem anonymen Chat und erhalten ein verbindliches Angebot. Bezahlt wird treuhänderisch über einen Zahlungsdienstleister; das Geld wird erst freigegeben, wenn Sie die Lieferung innerhalb einer Prüffrist von 14 Tagen akzeptiert haben.
Die Preise liegen nach Anbieterangaben bei etwa 30 bis 100 Euro je Seite, häufig zwischen 50 und 80 Euro; für 40 Seiten ergeben sich rechnerisch 2.000 bis 3.200 Euro, Lektorat und Prüfungen eingeschlossen (Stand September 2026). Üblich sind vier bis sechs Wochen Bearbeitungszeit, im Expressverfahren etwa eine Woche.
Das Schreiben im Auftrag ist in Deutschland grundsätzlich legal – Reden, Sachbücher und Fachartikel entstehen seit jeher so. Für Prüfungsarbeiten liefern die Anbieter ihre Texte als Mustervorlage, also als Anschauungs- und Arbeitsmaterial. Wie Ghostwriting-Verträge im Einzelnen zu bewerten sind, haben Gerichte unterschiedlich beurteilt; eine höchstrichterliche Klärung gibt es nicht.
So nutzen Sie eine Mustervorlage sinnvoll
- Als Bauplan: Sie sehen an Ihrem eigenen Thema, wie Forschungsstand, Methodenteil und Diskussion aufgebaut und gewichtet werden.
- Als Literaturkompass: Die verwendeten Quellen sind ein Startpunkt für Ihre Recherche. Lesen und prüfen Sie jede Quelle im Original, bevor Sie sie selbst zitieren.
- Als Stilmuster: Formulierungen für Überleitungen, Definitionen und Methodenbeschreibungen lassen sich lernen – Ihre Arbeit schreiben Sie anschließend in eigenen Worten und mit eigener Argumentation.
- Als Sparringspartner: Im Coaching besprechen Sie Gliederung, Fragestellung und Rohfassung mit jemandem, der das Fach kennt.
So eingesetzt, funktioniert eine Mustervorlage wie ein sehr gutes Beispiel aus dem eigenen Fach: Sie verkürzt den Weg zum eigenen Text, ersetzt ihn aber nicht. Denn mit der Erklärung bei der Abgabe bestätigen Sie, dass die eingereichte Arbeit von Ihnen stammt.
Was bei Täuschung droht
Was im Einzelfall gilt, entscheiden Prüfungsausschuss und notfalls Gerichte; bei einem konkreten Vorwurf hilft eine Beratung durch den AStA oder eine Fachanwältin, einen Fachanwalt. Die Rahmenordnungen selbst sind deutlich formuliert. Nach § 14 Absatz 3 der Rostocker Rahmenprüfungsordnung wird eine Prüfungsleistung mit „nicht ausreichend“ bewertet, wenn Sie das Ergebnis durch Täuschung oder nicht zugelassene Hilfsmittel beeinflussen wollten. In schwerwiegenden oder wiederholten Fällen kann der Prüfungsausschuss Sie von allen weiteren Prüfungen ausschließen – der Prüfungsanspruch im Studiengang ist dann endgültig verloren. Die Greifswalder Rahmenprüfungsordnung regelt dasselbe in § 44 Absatz 4 und erfasst ausdrücklich auch die Hilfestellung zu einem Täuschungsversuch.
| Zeitpunkt der Entdeckung | Mögliche Folge | Fundstelle |
|---|---|---|
| bei der Bewertung | Arbeit gilt als „nicht ausreichend“ (5,0) | Rostock § 14 Abs. 3, Greifswald § 44 Abs. 4 |
| schwerer Fall oder Wiederholung | Ausschluss von weiteren Prüfungen, endgültiger Verlust des Prüfungsanspruchs | Rostock § 14 Abs. 3, Greifswald § 44 Abs. 4 und 7 |
| nach Aushändigung des Zeugnisses | Note wird berichtigt, Prüfung für nicht bestanden erklärt, Zeugnis und Urkunde werden eingezogen – bis fünf Jahre nach Zeugnisdatum | Rostock § 22, Greifswald § 45 |
| falsche Versicherung an Eides statt | Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe | § 156 Strafgesetzbuch |
Zur letzten Zeile: Strafbar nach § 156 Strafgesetzbuch ist nur eine falsche Versicherung an Eides statt vor einer dafür zuständigen Stelle. Die Rahmenordnungen in Rostock und Greifswald verlangen eine einfache schriftliche Erklärung; ob Ihr Studiengang eine eidesstattliche Form vorsieht, steht in der Ordnung und im Formular des Prüfungsamts.
Aufgedeckt werden Täuschungen seltener durch Zufall, als viele annehmen. Prüfende dürfen in Rostock eine elektronische Fassung verlangen, um per Datenabgleich die Urheberschaft zu prüfen (§ 12 Absatz 9); in Greifswald erklären Sie bei elektronischer Abgabe Ihr Einverständnis mit einer Prüfung durch Plagiatssoftware. Hinzu kommt das Gespräch: Wer seine Methode in der Sprechstunde, im Kolloquium oder in der Verteidigung nicht erklären kann, fällt auf.

KI-Werkzeuge: Hilfsmittel mit Ansage
Für Textgeneratoren gilt dieselbe Logik wie für menschliche Helfer. Die Universität Rostock ordnet KI-Werkzeuge in ihren Empfehlungen als Hilfsmittel ein, vergleichbar einem Taschenrechner: Ob sie erlaubt sind, liegt im Ermessen der Lehrenden, die sich dazu klar äußern sollen. Die Universität Greifswald steht dem Einsatz grundsätzlich offen gegenüber, zieht aber Leitplanken: KI-Systeme können weder Autor noch Ko-Autor sein, die Verantwortung für jeden Satz liegt bei Ihnen, und die relevanten Arbeitsschritte müssen dokumentiert und überprüfbar sein. Ist KI zugelassen, kommt dort zur Eigenständigkeitserklärung eine Freigabeerklärung hinzu, die den Einsatzzweck regelt. Die Universität beschreibt das auf ihrer Seite „Schreiben mit KI“ mit einem treffenden Bild: KI als Sparringspartner, nicht als Ghostwriter. Auch die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Wismar hat einen eigenen Leitfaden zum Umgang mit KI in wissenschaftlichen Arbeiten veröffentlicht.
Praktisch heißt das: Fragen Sie vor dem ersten Prompt schriftlich nach, was in Ihrer Arbeit erlaubt ist. Führen Sie ein kurzes Protokoll – Werkzeug, Datum, Zweck. Prüfen Sie jede Quelle, die ein Sprachmodell nennt, im Original; erfundene Literaturangaben sind ein bekanntes Problem und fallen bei der Korrektur sofort auf.
Anlaufstellen an den Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern
Im Wintersemester 2025/26 waren nach Angaben des Statistischen Bundesamts 35.639 Studierende an den Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern eingeschrieben (Stand 13.08.2026). Für sie gibt es mehr kostenlose Unterstützung, als viele wissen. Einen Überblick über die Standorte gibt unsere Übersicht der Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern.
- Universität Greifswald: Das Sprachenzentrum bietet in einer Pilotphase Schreibberatung auf Deutsch und Englisch an – 45 Minuten, online oder vor Ort, mit begrenzten Terminen. Die Beratung gibt Rückmeldung zum Text, ist aber ausdrücklich kein Korrektorat oder Lektorat. Dazu kommt das Angebot „Writing Buddies“, das Studierende zum gemeinsamen Schreiben zusammenbringt.
- Universität Rostock: Unterstützung läuft vor allem über die Betreuenden und die Institute; die Philosophische Fakultät veröffentlicht Regeln wissenschaftlichen Arbeitens, die Fachschaft Philosophie bietet eine Studien- und Schreibberatung an.
- Hochschule Wismar: Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften stellt studiengangsbezogene Richtlinien für wissenschaftliche Arbeiten, den KI-Leitfaden und eine kostenlose Campuslizenz des Literaturverwaltungsprogramms Citavi bereit.
- Hochschule Neubrandenburg: Die Hochschulbibliothek unterstützt mit Schulungen, dem Literaturverwaltungsprogramm EndNote und der Publikationssoftware SciFlow.
- Hochschule Stralsund und weitere Standorte: Erste Adresse sind Bibliothek, Prüfungsamt und die Studienberatung; sie kennen die fachspezifischen Angebote.
Angebote ändern sich von Semester zu Semester. Prüfen Sie Termine und Ansprechpersonen auf den Seiten Ihrer Hochschule.

Zeitplan: In welcher Phase welche Hilfe passt
Die meisten Notlagen entstehen nicht durch fehlendes Können, sondern durch zu späte Hilfe. Wer in Woche zehn merkt, dass die Fragestellung nicht trägt, hat kaum noch Optionen. Wer in Woche zwei ein Exposé bespricht, schon. Ordnen Sie Unterstützung deshalb den Phasen zu.
Wie sich die Phasen auf Ihre eigene Frist verteilen, rechnet das folgende Werkzeug aus. Es setzt für jede Phase ein Zwischenziel mit Datum – das macht früh sichtbar, wann Beratung oder Korrektorat gebucht sein müssen.
Zeitplan-Rechner für die Bachelorarbeit
Tragen Sie Ausgabedatum, Bearbeitungszeit und Leistungspunkte ein. Der Rechner zeigt den Abgabetermin, den Arbeitsaufwand pro Woche und Zwischenziele für jede Phase.
Der Rechner benötigt JavaScript. Ohne JavaScript hilft die Faustregel: ein Zehntel der Zeit für Exposé und Gliederung, je ein Viertel für Literatur und Rohfassung, ein Fünftel für die Auswertung, das letzte Fünftel für Überarbeitung, Korrektorat und Druck.
Orientierungswerte: 25 bis 30 Arbeitsstunden je Leistungspunkt nach der Musterrechtsverordnung der Kultusministerkonferenz; die Aufteilung der Phasen ist eine Empfehlung der Redaktion. Verbindlich ist allein der Abgabetermin, den Ihr Prüfungsamt mitteilt.
Planen Sie das Korrektorat früh ein. Gute Korrektorinnen und Korrektoren sind zum Semesterende ausgebucht, und für 40 Seiten brauchen sie mehrere Tage. Rechnen Sie außerdem Zeit für Druck und Bindung ein: Rostock und Greifswald verlangen zwei gebundene Exemplare. Wird die Zeit trotz allem knapp, ist ein begründeter Verlängerungsantrag der richtige Weg. Die Regeln dazu gelten ähnlich für die Masterarbeit, für die längere Fristen angesetzt sind.

Checkliste: bevor Sie externe Hilfe beauftragen
- Lesen Sie die Prüfungs- und Studienordnung Ihres Studiengangs und das Formular der Selbständigkeitserklärung. Der Wortlaut entscheidet.
- Fragen Sie Ihre Betreuung per E-Mail, ob Lektorat, KI-Werkzeuge oder Statistikberatung zulässig sind, und heben Sie die Antwort auf.
- Vereinbaren Sie mit Dienstleistern schriftlich den Umfang: sprachliche Korrektur, keine inhaltlichen Eingriffe, Änderungen nachvollziehbar markiert.
- Geben Sie nie das einzige Exemplar Ihrer Daten oder Texte aus der Hand und achten Sie auf den Datenschutz bei Interviews und Unternehmensdaten.
- Dokumentieren Sie Hilfsmittel fortlaufend: Software, KI-Werkzeuge, Personen, die Daten aufbereitet haben.
- Stellen Sie sich vor der Abgabe die Kontrollfrage: Könnte ich jedes Kapitel in einem Gespräch ohne Unterlagen erklären und verteidigen?
Wenn Sie die letzte Frage mit Ja beantworten, ist die Arbeit Ihre eigene – gleich, wie viele Menschen Ihnen auf dem Weg geholfen haben. Weitere Hinweise zu Planung und Durchführung finden Sie in unserem Beitrag zur Abschlussarbeit.
Häufige Fragen
Darf ich meine Bachelorarbeit Korrektur lesen lassen?
Ja. Die Korrektur von Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung durch Dritte berührt die Eigenständigkeit nicht. Bei einem Stil-Lektorat sollten Sie vereinbaren, dass Vorschläge markiert werden und Sie selbst über jede Änderung entscheiden. Inhaltliche Ergänzungen durch andere sind nicht zulässig.
Ist Ghostwriting bei der Bachelorarbeit legal?
Das Verfassen von Texten im Auftrag ist in Deutschland grundsätzlich legal. Anbieter liefern wissenschaftliche Texte als Mustervorlage, die Sie als Orientierung für Ihre eigene Arbeit nutzen. Die Prüfungsleistung verfassen Sie selbst – das bestätigen Sie mit der Erklärung bei der Abgabe.
Was kostet ein Ghostwriter für die Bachelorarbeit?
Anbieter nennen etwa 30 bis 100 Euro je Seite, häufig 50 bis 80 Euro (Stand September 2026). Für 40 Seiten ergeben sich rechnerisch 2.000 bis 3.200 Euro. Fach, Umfang, Termin und Qualifikation der Autorin oder des Autors bestimmen den Preis; ein reines Lektorat oder Coaching ist deutlich günstiger.
Darf ich ChatGPT oder andere KI für die Bachelorarbeit nutzen?
Das hängt von Ihren Prüfenden und Ihrem Fach ab. In Rostock entscheiden die Lehrenden über die Zulässigkeit, in Greifswald ist bei erlaubter Nutzung eine zusätzliche Freigabeerklärung vorgesehen. Klären Sie die Frage vorab schriftlich und dokumentieren Sie den Einsatz.
Was tun, wenn die Zeit nicht reicht?
Sprechen Sie sofort mit Ihrer Betreuung und stellen Sie rechtzeitig einen begründeten Verlängerungsantrag. In Rostock sind bis zu zwölf Wochen möglich, in Greifswald im Bachelor bis zu drei Wochen. Bei Krankheit brauchen Sie ein ärztliches Attest, das unverzüglich beim Prüfungsamt eingehen muss.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information (Stand September 2026) und ist keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die Prüfungs- und Studienordnung Ihres Studiengangs und die Auskünfte Ihres Prüfungsamts. Prüfungsleistungen sind eigenständig zu erbringen. Angaben zu Leistungen und Preisen von Anbietern beruhen auf deren eigenen Angaben; für die Inhalte verlinkter externer Seiten sind deren Betreiber verantwortlich.







