
Beliebte Studiengänge mit knappen Kapazitäten in Mecklenburg-Vorpommern und mögliche Optionen
Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Erfolgsaussichten, Kosten und Fristen hängen stets vom Einzelfall ab und sollten mit einer Studienberatung oder einer Rechtsanwältin/einem Rechtsanwalt geklärt werden. Es gibt keine Erfolgsgarantie.
Ausgangslage
Ein Studienplatz ist für viele Schulabgängerinnen und Schulabgänger in Mecklenburg-Vorpommern ein wichtiger Schritt in die berufliche Zukunft. In gefragten Fächern treffen jedoch regelmäßig viele Bewerbungen auf begrenzte Kapazitäten. Wer keinen Platz erhält, steht vor der Frage, welche Alternativen und nächsten Schritte sinnvoll sein können.
Beliebte Studiengänge mit knappen Kapazitäten
- Human- und Zahnmedizin – Universitäten Rostock und Greifswald
- Psychologie – ebenfalls stark begrenzte Plätze in MV
- Lehramt – insbesondere Fächerkombinationen wie Deutsch, Englisch, Mathematik
- Betriebswirtschaftslehre – Nachfrage in Rostock, Wismar, Stralsund, Neubrandenburg
Hinweis: Die konkrete Lage variiert je Semester und Hochschule. Maßgeblich sind die Informationen der Hochschulen.
Warum die Kapazitäten knapp sind
Kapazitätsgrenzen entstehen durch Faktoren wie Lehrpersonal, Räume, Ausstattung und Finanzierung. Hinzu kommt eine Diskussion um Hochschulfinanzierung im Landtag. Besonders stark nachgefragte Fächer wie Medizin oder Psychologie lassen sich nicht kurzfristig in der Zahl der Studienplätze ausweiten.
Wege nach einer Absage
- Nachrückverfahren: Plätze können frei werden, wenn andere Bewerber nicht einschreiben.
- Losverfahren: Einige Hochschulen vergeben Restplätze per Los.
- Ausweichstudium: Verwandtes Fach beginnen und ggf. anrechnen lassen.
- Ausbildung als Zwischenlösung: Praxis sammeln, Chancen für spätere Bewerbung erhöhen.
- Studium im Ausland: Manche Universitäten, z. B. in Osteuropa, bieten Kapazitäten in Fächern wie Medizin.
Gerichtliche Überprüfung von Kapazitäten („Studienplatzklage“)
In stark nachgefragten Fächern wird teils eine gerichtliche Überprüfung der Kapazitätsberechnungen der Hochschulen angestrebt, um mögliche zusätzliche Plätze feststellen zu lassen. Umgangssprachlich wird dies oft „Studienplatzklage“ genannt.
- Dies ist kein automatischer Zugang zu einem Studienplatz.
- Chancen, Risiken und Kosten sind individuell und sollten mit Fachleuten geklärt werden.
- Fristen können sehr kurz sein; frühzeitige Information ist wichtig.
Weitere Informationen und Beispiele finden sich u. a. bei Heinze Rechtsanwälte.
Beispiele aus Mecklenburg-Vorpommern
In Greifswald sind Studienplätze in Psychologie besonders knapp; Bewerber haben Nachrück- und teils gerichtliche Verfahren versucht. In Rostock zeigt sich eine Engpasssituation vor allem in Medizin. Auch im Lehramt, speziell bei Deutsch und Englisch, berichten Bewerberinnen und Bewerber von langen Wartezeiten.
Praktische Tipps
- Fristen im Blick behalten: hochschulstart.de informiert über Verfahren.
- Studienberatung nutzen an den Hochschulen.
- Module anrechnen lassen, falls ein verwandtes Fach begonnen wird.
- Kosten im Voraus klären (z. B. für Ausland oder rechtliche Schritte).
Fazit
Eine Absage in Mecklenburg-Vorpommern ist ein Rückschlag, eröffnet aber auch Alternativen. Beliebte Fächer wie Medizin, Psychologie, Lehramt und BWL stoßen regelmäßig an Kapazitätsgrenzen. Wer flexibel bleibt, Fristen beachtet und verschiedene Wege prüft, erhöht die Chancen. Rechtliche Verfahren sind dabei nur ein möglicher Baustein, ohne Erfolgsgarantie.
Quellen: Offizielle Informationen der Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern, hochschulstart.de, Landtagsfraktionen CDU und Bündnis 90/Die Grünen.