durchstarten in MV
Menü

Marinebiologiestudium – Marinebiologie studieren

Marinebiologie, meist Meeresbiologie genannt, erforscht die Lebewesen im Meer und ihre Lebensräume: von Plankton und Algen über Muscheln und Fische bis zu ganzen Küstenökosystemen. Ein eigenes Marinebiologiestudium beginnt in Deutschland in der Regel erst im Master. Davor steht ein Bachelor in Biologie oder einem verwandten Fach. In Mecklenburg-Vorpommern kannst du Meeresbiologie als Masterstudiengang an der Universität Rostock studieren.

Was lernst du im Meeresbiologie-Studium?

Im Studium der Meeresbiologie geht es um Ökologie, Evolution und Physiologie mariner Organismen und um die physikalischen und chemischen Eigenschaften des Meeres, in dem sie leben. Du lernst, wie Nahrungsnetze im Meer funktionieren, wie sich Arten an Salzgehalt, Temperatur und Strömung anpassen und wie der Klimawandel Meereslebewesen verändert.

Je nach Hochschule setzt du Schwerpunkte. Verbreitet sind:

  • biologische Ozeanografie: Lebewesen im Zusammenspiel mit Strömung, Temperatur und Nährstoffen
  • Meeresmikrobiologie: Bakterien, Viren und Mikroalgen im Meer
  • Meeresbiodiversität und Naturschutz: Artenvielfalt erfassen und Meeresökosysteme schützen
  • Meeresbiotechnologie: Nutzung mariner Organismen, etwa für Wirkstoffe
  • marine Umweltwissenschaften: Belastungen wie Nährstoffeinträge und Schadstoffe untersuchen

Zum Studium gehören Vorlesungen und Seminare, vor allem aber Laborarbeit, Geländeübungen an der Küste und Feldforschung. Du bestimmst Arten, nimmst Proben, wertest Messdaten aus und schreibst wissenschaftliche Berichte, häufig auf Englisch.

Meeresbiologie studieren: vom Bachelor bis zur Promotion

Wer Meeresbiologie studieren will, plant in Stufen. Am Anfang steht ein Bachelor in Biologie oder einem verwandten naturwissenschaftlichen Fach. Er dauert meist sechs Semester und vermittelt die Grundlagen in Zoologie, Botanik, Mikrobiologie, Genetik und Ökologie, dazu Chemie, Physik und Statistik. Manche Hochschulen bieten schon im Bachelor Wahlmodule mit Meeresbezug an.

Danach folgt ein Master in Meeresbiologie oder einem verwandten Bereich wie Meeresmikrobiologie oder Meeresbiodiversität und Naturschutz. Ein Master dauert meist vier Semester. Hier spezialisierst du dich auf bestimmte Themen und Forschungsbereiche und schreibst eine Masterarbeit, oft in einer laufenden Forschungsgruppe. Viele englischsprachige Masterstudiengänge heißen „Marine Biology“. Achte bei der Auswahl auf die Unterrichtssprache und darauf, welche Schwerpunkte du belegen kannst.

Nach dem Master kannst du promovieren. Eine Promotion ist in der Meeresforschung für viele Stellen üblich, besonders wenn du selbst Forschungsprojekte leiten, an einer Hochschule lehren oder in leitende Positionen bei Behörden und Umweltorganisationen wechseln willst.

Zur Meeresbiologie führt der Weg über den MasterZur Meeresbiologie führt der Weg überden Mastervor StudiumHochschulzugangIn der Regel das AbiturSemester 1–6Bachelor BiologieGrundlagen in Biologie, Chemie, Physik undStatistikSemester 7–10Master MeeresbiologieSpezialisierung und Masterarbeit, etwa an derUni RostockdanachBeruf oder PromotionForschung, Behörden, Umweltorganisationenoder PromotionQuelle: Studienstruktur Bachelor/Master; UniRostock
Meeresbiologie studierst du meist erst im Master, aufbauend auf einem Bachelor in Biologie.

Voraussetzungen für ein Marinebiologiestudium

Für den Bachelor brauchst du eine Hochschulzugangsberechtigung, in der Regel das Abitur. Ein Masterstudium setzt einen ersten Hochschulabschluss voraus, für Meeresbiologie meist einen Bachelor in Biologie oder einem verwandten Fach. Welche Module du nachweisen musst und ob es weitere Zugangsvoraussetzungen gibt, regelt jede Hochschule selbst.

Gute Kenntnisse in Biologie, Chemie und Physik helfen dir von Anfang an, ebenso solide Mathematik für Statistik und Datenauswertung. Weil viel Fachliteratur auf Englisch erscheint, solltest du englische Texte sicher lesen können.

Anforderungen für ein Marinebiologiestudium:

  • Hochschulzugangsberechtigung für den Bachelor
  • abgeschlossenes Bachelorstudium in Biologie oder einem verwandten Fach für den Master
  • gute Kenntnisse in den naturwissenschaftlichen Fächern und in Mathematik
  • sichere Englischkenntnisse
  • Interesse an der marinen Umwelt und Bereitschaft zur Feldarbeit, auch bei Wind und Wetter
  • Ausdauer bei Laborarbeit und Datenauswertung
Marinebiologie
Bild: mit KI erstellt (Symbolbild)

Bewerbung für ein Marinebiologiestudium

Du bewirbst dich direkt bei der Hochschule über ihr jeweiliges Bewerbungsverfahren. Fristen und geforderte Unterlagen stehen auf den Seiten der Studiengänge. Sie unterscheiden sich von Hochschule zu Hochschule, und der Stand kann sich ändern. Bewirb dich frühzeitig und, wenn möglich, an mehreren Hochschulen, damit du Alternativen hast.

Für einen Master gehören meist Lebenslauf, Zeugnisse und eine Übersicht deiner Bachelor-Module dazu, oft auch ein Motivationsschreiben und gegebenenfalls Referenzschreiben. Nenne Praktika oder Erfahrungen in der Meeresbiologie oder verwandten Bereichen, etwa ein Praktikum in einem Forschungslabor oder bei einer Umweltorganisation. Einige Hochschulen führen zusätzlich Auswahlgespräche oder Eignungstests durch.

Vergleiche vorher die Studiengänge und ihre Schwerpunkte, damit sie zu deinen Interessen passen. Informiere dich außerdem früh über Stipendien und Förderprogramme. Feldkurse, Exkursionen und ein Umzug an die Küste können zusätzliche Kosten verursachen.

Einsatzgebiete nach dem Marinebiologiestudium

Meeresbiologinnen und Meeresbiologen arbeiten in Forschungseinrichtungen und Hochschulen, in Bundesinstituten und Landesbehörden, in Umweltorganisationen und in der maritimen Wirtschaft. Dort untersuchen sie zum Beispiel den Zustand von Küstengewässern, erstellen Gutachten oder überwachen Fischbestände.

Auch außerhalb der Forschung gibt es Arbeitsfelder: in Meeresmuseen und Aquarien, in der Umweltbildung, im naturkundlichen Tourismus und in der Wissenschaftskommunikation. In der Fischerei geht es um Bestandsüberwachung und eine nachhaltige Bewirtschaftung der Fischbestände.

Einsatzgebiet Typische Aufgaben
Forschung und Hochschule Projekte planen, Proben auswerten, Ergebnisse veröffentlichen, lehren
Behörden Gewässer überwachen, Daten für Meeres- und Naturschutz liefern
Umweltorganisationen Schutzprojekte betreuen, Stellungnahmen erarbeiten
Meeresmuseen und Aquarien Ausstellungen und Bildungsprogramme zur Meeresbiologie gestalten
Naturkundlicher Tourismus Führungen und Bootstouren fachlich begleiten
Medien und Wissenschaftsverlage Meeresthemen für ein breites Publikum aufbereiten, Artikel und Bücher verfassen
Fischerei Bestände überwachen, nachhaltige Bewirtschaftung begleiten

Die Zahl der Stellen in der Meeresforschung ist begrenzt, und die Gehälter unterscheiden sich je nach Arbeitgeber und Position. Praktika und Abschlussarbeiten in Forschungseinrichtungen oder Behörden helfen dir, Kontakte zu knüpfen und dich für den Arbeitsmarkt zu profilieren.

Wo kannst du in MV Meeresbiologie studieren?

Mecklenburg-Vorpommern liegt an der Ostsee. Die Universität Rostock bietet den Masterstudiengang Meeresbiologie mit dem Abschluss Master of Science (M.Sc.) an. Welche Zugangsvoraussetzungen, welche Unterrichtssprache und welche Bewerbungsfristen gelten, erfährst du direkt bei der Universität. Der Stand kann sich ändern. Mehr zu Studienangebot und Standort findest du im Hochschulprofil der Universität Rostock. Fragen zum Studium kannst du außerdem auf Studienmessen in MV stellen. Die aktuellen Termine für Studienmessen in MV stehen im Portal.

Studiengänge für Marinebiologie in Deutschland

Studienangebote mit Meeresbezug gibt es vor allem an Universitäten in der Nähe von Nord- und Ostsee. Neben Rostock bieten weitere Hochschulen meeresbiologische Masterstudiengänge oder Schwerpunkte im Biologiestudium an. Namen, Unterrichtssprache und Zugang ändern sich gelegentlich. Eine aktuelle Übersicht findest du im Hochschulkompass und auf studienwahl.de im Studienfeld Bio- und Umweltwissenschaften. Prüfe die Details anschließend direkt bei der Hochschule.

Verwandt sind die Meereswissenschaften. Diese Studiengänge verbinden Biologie mit Chemie, Physik und Geowissenschaften wie der Ozeanografie. Sie passen zu dir, wenn dich das Meer als Gesamtsystem interessiert und weniger einzelne Organismen. Wenn du dich für die Lebewesen selbst interessierst, ist ein Biologie-Bachelor mit anschließendem Master in Meeresbiologie meist der direktere Weg.

Studiengänge für Marinebiologie in Deutschland
Bild: mit KI erstellt (Symbolbild)

Wo du das in MV studieren kannst

Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern

Häufige Fragen

Ist Marinebiologie dasselbe wie Meeresbiologie?

Ja, beide Begriffe meinen dasselbe Fach. Im Deutschen ist „Meeresbiologie“ gebräuchlicher, „Marinebiologie“ lehnt sich an das englische „marine biology“ an. Studiengänge heißen meist Meeresbiologie oder tragen den englischen Namen.

Kann ich Meeresbiologie direkt nach dem Abitur studieren?

Meist nicht als eigenes Fach. Der übliche Weg führt über einen Bachelor in Biologie oder einem verwandten Fach. Die Spezialisierung auf Meeresbiologie folgt im Master, manche Hochschulen bieten schon im Bachelor Wahlmodule mit Meeresbezug an.

Wie lange dauert ein Meeresbiologie-Studium?

Rechne mit meist sechs Semestern Bachelor und vier Semestern Master, also etwa fünf Jahren bis zum Masterabschluss. Für eine Forschungslaufbahn kommt die Promotion hinzu, die in der Regel mehrere Jahre dauert.

Muss ich tauchen können?

Ob ein Tauchschein für einzelne Module oder Feldarbeiten verlangt wird oder ob es Tauchkurse gibt, legt jede Hochschule selbst fest. Frag am besten bei der Studienberatung des Studiengangs nach, bevor du dich bewirbst.

Weitere Infos

Weitere Beiträge